Unsere Ansicht darüber und Tipps

Zur Erziehung gibt es so viele teils auch unterschiedliche Meinungen, Methoden, Ansichten, dass damit bereits zig Bücher gefüllt wurden. Ebenso gibt es von Hundeabrichtungsplätzen über Agilityparcoure bis zur familienorientierten Hundeschule oder privat Trainern die gesamte Bandbreite an praktischen Möglichkeiten sich dabei Hilfe zu holen. Es liegt daran, was man erwartet und es ist auch Geschmackssache, für was man sich entscheidet.

Zum Schluß ist es einfach so, dass der Hund ein Hund bleibt, er versteht sozusagen nur hündisch. Es ist auch so, dass er eine sehr feine Sprache "spricht", so man ihn durch gescheite Prägung und ausreichend Übung seine ihm gegebenen Möglichkeiten voll ausschöpfen lässt. Dazu ist regelmäßiger Kontakt zu verschiedenen, gut sozialisierten Artgenossen notwendig. Sinnvoll ist es dazu, regelmäßig eine wirklich gute Welpenstunde zu besuchen, wo die Kleinen unter Aufsicht von Fachpersonal lernen, gut miteinander umzugehen. Und wir sind sehr dafür, dies weit über das Welpenalter hinaus fortzuführen.
Bis zu einem gewissen Grad kann unser hündischer Freund erlernen einige Worte, Gesten des Menschen zu deuten und darauf zu reagieren. Er wird dabei immer so reagieren, dass das zu erwartende Ergebnis auf sein Verhalten für ihn angenehm ist. Dies können wir uns bei seiner Erziehung zunutze machen. Einfach alles erwünschte Verhalten belohnen (und zwar sofort) und alles unerwünschte irgnorieren oder ihm unangenehm machen. Unsere (Rang)Position können wir durch das Einteilen von Recourcen für den Hund stärken, wie Nahrung, Streicheleinheiten, Spiel. Eigentlich ganz einfach ... und doch sehr schwer.

Da Pudel zu den intelligentesten Hunderassen gehören lernen sie zwar schnell, aber eben nicht nur das was wir gern hätten, sondern auch wie sie uns ganz unbemerkt um den Finger wickeln können. Vor allem der unterforderte Pudel ist zu allem Schabernack bereit und das gefällt uns meist sehr wenig. Sinnvoll ist es daher, den Hund nicht nur körperlich, sondern auch geistig zu fordern. Das gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Dog dance, Tricks beibringen, Hundesport oder im sozialen Bereich... Na ja und uns würde es freuen, wenn unser Nachwuchs hin und wieder auch mal auf einer Ausstellung gezeigt wird.

Noch mal, wir finden es sehr sinnvoll sich praktische Hilfe zu holen, also eine gute Hundeschule zu suchen und diese regelmäßig zu besuchen.
Ich kann die Hundeschule von Birgit Lehnen, mit der ich seit Jahren sehr zufrieden bin weiterempfehlen, dort wird ein sehr facettenreiches Angebot an Stunden geboten, einfach mal unverbindlich nachfragen.



Und nun zur Verdeutlichung ein paar Beispiele.

Hund springt den Menschen an (der das nicht möchte) in der Erwartung sich Nähe, Streicheleinheiten zu ergattern. Bekommt er diese, wird er dieses Verhalten öfters zeigen (auch mit dreckigen Pfoten und glaubt mir, ein Pudel ist darin extrem schnell). Sage ich dabei auch noch nein, wird der Hund dies Wort mit dem was gerade passiert verknüpfen. Er würde also lernen bei nein am Menschen hoch zu springen um gestreichelt zu werden.
Was also tun?
Ihn für das Fordern von Nähe zu bestrafen wäre auch nicht gut für die Beziehung Mensch-Hund. Was wäre also die richtige Reaktion des Menschen wenn er dieses Verhalten des Hundes auf längere Sicht hin unterbinden möchte? Na? Na die Erwartung des Hundes in dem Falle nicht zu erfüllen, sich Beispielsweise abwenden, wegsehen, weggehen... Tut man dies lang und vor allem konsequent genug, wird der Hund merken, hochspringen bingt nix außer das mein geliebter Mensch sich abwendet.

Ein anderes Bsp.: wenn der Hund auf unser Rufen freudig vom Spiel angerannt kommt, uns erwartungsvoll anschaut und dann von uns nur an die Leine gemacht wird, wird er bald nicht mehr so freudig kommen, da ja die Folgen für sein Herankommen für ihn weniger angenehm sind. Schenkt man ihm hingegen Aufmerksamkeiten, Futter und lässt ihn wieder laufen usw., empfindet er das als angenehm, was dazu führt, dass er auf unser Rufen gern wieder kommen wird. Es muß sich also für den Hund lohnen, dass zu tun was wir von ihm wollen.
Nun, es sei denn die Ablenkung ist zu groß. Dann kann der Hund nix dafür, sondern der Mensch der vielleicht immer nur ohne, oder mit geringer Ablenkung oder am selben Platz geübt hatte. Merke daher, jede neue Übung ist dem Hund erst begreiflich zu machen, immer in kleine Schritte aufzuteilen und der Schwierigkeitsgrad, also auch verschiedene Ablenkungen, langsam! zu steigern.
Wichtig dabei ist Konsequenz, und zwar immer!




Und nun ein paar spezielle Ratschläge:


Ich selber bin kein Freund von sogenannten Leckerlies. Schon gar nicht dafür, weil er grad so lieb schaut. Ich habe sehr gute Erfarungen damit gemacht, den Hund sich sein gesamtes Futter verdienen zu lassen. Also, der Napf daheim bleibt leer, die Ration für den Tag kommt in meine Tasche und wenn ich meine der Hund hat etwas, z.B.  durch guten Gehorsam verdient, bekommt er etwas davon. Dabei muß es für das Befolgen unserer Anweisungen nicht zwangsläufig immer Futter geben, später langt auch ein verbales brav und hin und wieder etwas zu essen. In der Lernphase noch mehr Lob, welches man mit der Zeit langsam ausschleichen kann.

Stubenreinheit erreicht man, indem man das Hundebaby sehr oft nach draussen setzt. Anfangs aller 2-3 STudnen, notfalls auch nachts. Immer nach dem Fressen, dem Spielen und sofort nach dem Schlafen und zwischendin auch immer mal. Klappt es draussen, wird der kleine Kerl mit Lob überschüttet. Passiert drin ein Unglück, nimmt man eine Zeitung, rollt sie zusammen und schlägt sich selbst drei mal damit vor den Kopf, denn man hat versäumt, das Hundchen rechtzeitig nach draussen zu bringen, vielleicht hilft es ja.

Wenn Sie einen zufriedenen Hund möchten, machen Sie ihn dazu. Sie stellen die Regeln auf.
Noch ein Tipp für zu Hause. Lassen sie ihren jungen Hund beim allerersten Mal nicht einfach so sein neues Reich erkunden. Setzen Sie ihn in sein Körbchen, denn das ist sein Reich. Und dann zeigen Sie ihm Ihr Reich, in dem er herzlich willkommen ist.
Machen Sie ihm von der ersten Sekunde an klar, was er hier darf und was nicht.


Ihre Zuchtstätte "von den kleinen Frechdachsen" hat bereits im frühen Welpenalter alle nur erdenklich möglichen Grundbausteine für ein langes gutes Hundeleben gelegt. Vieles ist so was von wichtig während der Prägephase und im Hundeleben nicht nachzuholen.

Die Gründe für die viele Mühe die wir uns machen kann man bei Birgit (meiner Hundeschulcheffin) sehr schön nachlesen:

http://www.beta-dog.de/welpen/deprivationsschaeden.php

man kann auch vier Hunde ins Platz schicken wenn sie im Auto sind, brave Hunde machen viel mehr Freude und dürfen auch oft mit überall hin